nachhaltiges BIO Berlin Catering

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Select Catering Berlin auf Food-Scouting auf der Grünen Woche 2012

05. Februar 2012

BIO-Rocco für den Rennmotor, Kinnows aus Pakistan und Salate zum Trinken aus der Erntekammer Berlin

Vom 20. bis 29. Januar 2012 öffnete die Internationale Grüne Woche Berlin wieder ihre Türen für Fachleute und interessiertes Publikum. Die Standflächen waren seit Oktober 2011 schon so gut wie ausgebucht und mit 420.000 Besuchern gab es dann auch die stärkste Publikumsbeteiligung seit 4 Jahren. Auf der europaweit beachteten Landwirtschaftsausstellung ging es jedoch nicht nur um Nahrungsmittelerzeugung und Tierhaltung, die BIO-Wertschöpfungskette stand ebenso im Mittelpunkt wie ökologische Ideen. Nur eine Zahl am Rande der Messe Berlin, die dies verdeutlicht:

67 Kilogramm hat der „Bio-Rocco“, das Bioconcept-Car des Rennstalls Four Motors, durch den Einbau neuer Teile aus naturfaserverstärktem Verbundwerkstoff abgespeckt. Heckklappe, Motorhaube und Türen bringen nun nur noch 47 statt der vormalig 114 Kilogramm auf die Waage – eine Gewichtseinsparung von 59 Prozent. Grundlage ist ein Gewebe aus Flachs- und Hanffasern, das unter Vakuum mit Harz getränkt wird und anschließend aushärtet. Neben dem geringeren Gewicht sind auch die Materialkosten für die Bio-Werkstoffe wesentlich niedriger als bei einer Kohlefaser-Karosserie (Quelle Messe Berlin).

Berlin Premiere gab es in diesem Jahr übriges für Aussteller aus Pakistan, Liechtenstein und Gabun, so konnte man feinste Kakao-Produkte aus dem zentralafrikanischen Land probieren, am Liechtensteiner Stand gab es traditionelle Buuretäller (Käse- und Trockenfleisch-Spezialitäten, garniert mit Baumnüssen, Birnenbrot und Trauben) und die frische Kinnows, eine lokale Mandarinensorte, war beim Messe Catering der pakistanischen Region Punjab der Renner.

Oliver Theissen, Food-Scout von Select Catering Berlin, war natürlich vor allem in Sachen Reginalität und BIO unterwegs: sein absolutes Highlight waren die „trinkbaren Salate“ aus der Erntekammer Berlin. Ein wirklich handgefertigtes Produkt aus der Erntekammermanufaktur, das aus Rohstoffen herstellt wird, die vom Feld aus begutachtet und mit dem Erntekammerprüfsiegel bewertet werden. Absolut gesund und obendrein stylish verpackt, werden die verschiendenen Sorten in den nächsten Wochen garantiert zum Einsatz kommen – ob Model-Shooting oder Fingerfood-Empfang – da hat sich der Besuch in den Berliner Messehallen doch mal wieder gelohnt!



Active O2 von Adelholzener… und eine kleine Geschichte über Sauerstoff im Wasser

03. August 2011

… nun ist es bestimmt nicht so, dass man mit einem BIO-Catering-Unternehmen, die Welt grundlegend verändert. Aber nachdenken & bewußt essen und trinken sollte man schon und auch die ein oder andere Produktinformation wahrnehmen… und darum geht es uns heute um ein “Sauerstoff-Wasser”, das auf ungezählten Sommer-Open-Air Veranstaltungen im Event- und Cateringbereichs Berlins gut vertreten ist… aber seht selbst:

Der große Sauerbluff

„Der Powerstoff mit Sauerstoff“, so bewirbt Adelholzener sein Produkt „Active O2“. Den „Stoff“ gibt es als Wasser mit der „15fachen Menge an Sauerstoff“ und als Erfrischungsgetränk, das neben zusätzlichem Sauerstoff noch Aromen, Zucker, Süßstoffe und einen Vitamincocktail enthält. Flotte Skifahrer flitzen durch den Werbespot, und auf der Homepage lernen wir: „Ohne Sauerstoff können wir nur wenige Minuten überleben.“ Wohl wahr. Viel mehr wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse hat Adelholzener dann aber auch nicht zu bieten. Schon gar nicht über die angeblich leistungssteigernde Wirkung von „Sauerstoff-Getränken“. Kein Wunder: Es gibt nämlich keine.

Der Haken mit den Kaninchen

Man könnte auch ein paar Mal tief durchatmen, das bringt etwa genauso viel Sauerstoff in den Organismus wie eine Flasche „Active O2“. Oh, aber das könne man gar nicht vergleichen, so ein Adelholzener PR-Berater. Schließlich ströme der „Active O2“- Sauerstoff nicht in die Lunge, sondern in die Leber, die eine „Schlüsselrolle“ bei allen Stoffwechselvorgängen spiele. Das sei in einer Studie bewiesen. Die Studie hat jedoch zwei Haken. Erstens wurde sie an Kaninchen durchgeführt, die durch eine Magensonde Sauerstoffwasser bekamen. Und zweitens wurde dabei nicht nachgewiesen, dass die Kaninchen davon irgendeinen Vorteil hatten.

Luftnummern

Die Adelholzener Alpenquellen befinden sich in Besitz eines Nonnenordens, der einen Teil der Gewinne in soziale und medizinische Einrichtungen investiert. Als der Geschäftsführer den Schwestern 2001 „Active O2“ vorstellte, waren sie offenbar skeptisch. An Marketing-Luftnummern wollten sie sich laut eines Presseberichtes nicht beteiligen, aber das medizinische Gutachten hätte sie schließlich überzeugt. Was auch immer die Geschäftsführung den Schwestern erzählt hat – mit der Wahrheit hatte es wohl nicht viel zu tun. Denn „Active O2“ ist genau das, was die Besitzerinnen des Unternehmens nicht wollten: eine Marketing-Luftnummer.

Wassertarnung

Sieht aus wie Wasser – ist aber keins. „Active O2“ gibt es nicht nur als angereichertes Wasser, sondern auch als aromatisiertes Erfrischungsgetränk. In Geschmacksrichtungen wie „Orange Limone“ stecken neben Aromen auch Zucker und Süßstoffe. Insgesamt kommt „Orange Limone“ damit auf etwa 4% Zucker. Zum Vergleich: Das ist fast so viel wie eine Bio-nade „Orange Ingwer“ enthält. In Wahrheit ist der „Powerstoff“ mit Geschmack also nicht mehr als eine sehr teure Brause. Und der Vitamincocktail, der wohl den gesunden Eindruck verstärken soll, ist ohnehin überflüssig, denn allgemeiner Vitaminmangel herrscht in Deutschland nun wirklich nicht.

Orginaltext entnommen der Seite: http://www.abgespeist.de/

Ein lesenswerte Seite zum Verbraucherschutz, da gibt es seit Neuestem ja auch: www.Lebensmittelklarheit.de, das neue Verbraucherportal der Bundesregierung, das naturgemäß einige Kritik hat einstecken müssen – leider auch von Verbrauchern.



Das Neuste aus der großen Gourmet-Küche von Select Catering: hab neulich Hunger gehabt & einfach das Gemüseregal aufräumt…

31. Juli 2011

… dann das Brot von gestern scheibiert und mit BIO-Rapsöl Laffer-Schuhbeck-Mälzer-goldgelb gebraten, dazu

die paar schnittfeste BIO-Tomaten, die da noch rumlagen, ah Stängel BIO-Sellerie und ganze 4 BIO-Parikas aller Farben kleingeschnitten

Gläschen BIO-Kapern und 400 gr gebröselten BIO-Schafskäse dazugemuddelt und Blattsalat in mundgerechte Stücke gezupft. Dann aber Leute! … alles zu einer kleinen Gewürzorgie zusammenmischen: man nehme `ne Buddel Balsamico, dann Majoral, ein bisschen Basilikas, frühes 18. Jahrhundert und Kubeben-Pfeffer, auch Stielpfeffer genannt, auch Java-Eukalyptos-Pfeffer genannt, der muss es unbedingt sein, sonst wird`s doch nix und erhalte:

einen Balsamico-Brot-Salat! und abwaschen tut man eine Schüssel… und mit dem Hunger war`s das dann auch, naja für die nächste Stunde jedenfalls… bis nachher denne, der Berliner Küchen-Kaspar



Im Prenzlauer Berg eröffnet Berlins 1. veganer Supermarkt

29. Juli 2011

… draußen dran steht Veganz, drinnen gibt es auf 250 qm rund 6.000 (sic) rein pflanzliche Produkte und zwar als Vollsortiment. Ein sehr hoher Anteil (lt. Selbstauskunft 90%) der Produkte ist ebenfalls bio, beim Obst und Gemüse sollen es sogar 100% sein. Das Veganz wirkt wie ein ganz normaler moderner Supermarkt und würde man nichts ahnend durch die Regale schlendern würde einem vermutlich auf den ersten Blick nicht einmal auffallen, dass hier keinerlei tierischen Produkte zu finden sind. Denn Salamipizza gibt es hier genauso wie Burgerbratlinge oder Shrimps, erstaunlicherweise. Große Frage: und wie schmeckt das?

An dieser Stelle sollte man Essensgewohnheiten, sinnlose Diskussionen oder Intoleranz beiseite lassen und einfach mal in der Schivelbeiner Strasse 24, 10439 Berlin vorbeischauen, findet jedenfalls die Küchencrew von Select Catering Berlin.

Öffnungszeiten im Veganz: Mo-Sa 8-21, Bistro zusätzlich So 8-17.



Neues aus der grünen Erfinder-Küche

29. Juli 2011

BIO-Folie aus Erbsen für`s Berlin Catering

Zwei Forscher aus Halle haben eine neuartige BIO-Plastikfolie auf der Grundlage von Eiweiß aus Erbsen entwickelt. Die Erbseneiweiße fallen in Pulverform bei der Industriestärkeproduktion an und wurden bislang als Tierfutter genutzt. Die Vorteile der neuen Folie: der Zerfallszeitpunkt kann bereits bei der Produktion genau festgelegt werden. Das Produkt ist ungiftig, vielseitig einsetzbar und kann eingefärbt und bedruckt werden.

… und es gibt ihn wirklich: Beziehungsfreundlicher Knoblauch

Sommerzeit ist Knoblauchzeit, denn was wäre ein Grillfest ohne marinierte Steaks oder Tzaziki? Partner, die hinterher im Bett statt auf der Couch nächtigen wollen, können sich jetzt einer modernen Form von Knoblauch bedienen: Knobi-Sticks, die laut Anbieter Gourmet BV mit Sitz im niederländischen Grootebroek nach dem Verzehr geruchsfrei sind.

Der Selbstversuch beweist: es funktioniert, zwei der gut 10 cm langen Sticks entsprechen in etwa einer Knoblauchzehe, allerdings einer milden Variante. Man kann die schlanken, grünen Sticks kleinschneiden und roh, geschmort oder gebraten in allen Gerichten verwenden. Ursprungsland der freundlichen Sticks ist übrigens China.

Quelle: Lebensmittel Praxis 13/2011



BIO-Deals? Ein lesenswerter Artikel von Patrik Bolk, Blog-Autor Berlin is(s)t BIO, den wir gerade wegen seiner Länge gern online stellen… lest selbst…

21. Juli 2011

Biodeals.de – Schnäppchenjagd in grün?

Vor einigen Monaten ist mir die Shopping-Plattform Biodeals.de aufgefallen. Dort werden, ähnlich wie auf Groupon, Dailydeal etc. zeitlich befristet Produkte oder Gutscheine (z.B. für dein Einkauf in einem Onlineshop) mit hohen Rabatten von bis zu 80% angeboten. Bei den Produkten handelt es sich im Gegensatz zu den anderen genannten Plattformen bei Biodeals ausschließlich um Bio-, Fair Trade- oder sonstige nachhaltige Waren. Während bei Groupon vor allem Gutscheine für Restaurantbesuche angeboten werden, findet man bei Biodeals in der Hauptsache Gutscheine für den Einkauf in Bio-Onlineshops. Gekaufte Gutscheine bekommt der Käufer per E-Mail zugeschickt, gekaufte Produkte werden direkt vom Anbieter nach Hause versendet. Wer über die Facebook-Seite von Biodeals den jeweiligen “Deal” “liked”, bekommt sogar noch 1 Euro Rabatt zusätzlich, da so seine Facebook-Freunde ebenfalls von Biodeals erfahren. Wer seine E-Mail-Adresse hinterlegt, verpasst keinen Deal mehr. Soweit, so gut. Oder doch nicht?

Ich hatte vor einiger Zeit einen ziemlich guten Artikel über Groupon gelesen, aus dem u.a. hervorging, dass diese Art der Schnäppchenangebote nicht unbedingt ein Segen für den Anbieter der Gutscheine sein muss. Was passiert nämlich häufig? Nun, während der Restaurantbesitzer neben einer gewissen Publicity für seinen Laden vor allem darauf baut, dass der Gutscheinkäufer noch ordentlich in Getränke investiert, und mit möglichst vielen Freunden selbstverständlich wieder ohne Gutschein essen kommt, sieht das der gemeine Schnäppchenjäger ganz anders, wie der oben genannte Artikel schön so zusammenfasst: “Einmal dort angekommen, wird der Groupon ausgeschöpft. Mehr Umsatz wird vermieden, wie der Teufel das Weihwasser vermeidet”. Und weiter: “Das passt auch zur Theorie vom Kundentypus, denn der Schnäppchenkunde ist alles, aber nicht loyal. Er möchte keine Kundenbeziehung zum Schnäppchenrestaurant aufbauen. Er ist dem Schnäppchen verbunden, nicht dem Schnäppchenanbieter und er wird morgen beim nächsten Schnäppchenanbieter was anderes speisen”. Ausserdem seien viele Schnäppchenjäger auch finanziell gar nicht in der Lage, später noch einmal zu regulären Preisen zuzuschlagen.

Diesen Artikel im Hinterkopf las ich vor kurzem weiterhin auf dem Utopiawatchblog diesen Artikel, in dem der Autor sich ebenfalls äußerst kritisch über Schnäppchenmentalität in der Bioszene ärgert. Er hinterfragt für mich gut nachvollziehbar den Widerspruch zwischen dem Anspruch eines bewussten Konsums und einer “Geiz ist geil”-Mentalität, wie sie von Rabatt-Plattformen gefördert wird. Bewusster Konsum bedeutet m.E. das Abwägen der tatsächlichen Notwendigkeit des Kaufes eines Produktes, der genaueren Überprüfung von Produkteigenschaften und möglichst sogar noch der Firmen-CSR. Ich fürchte jedoch, in dem Augenblick wo die 80%-Buttons auftauchen, werden viele oder alle Grundsätze eines bewussten Konsums über Bord geworfen – psychologisch völlig nachvollziehbar, dagegen dürfte der Bio-Käufer sich kaum besser erwehren können als ein konventioneller Käufer. Die künstliche Verknappung eines Angebotes, gepaart mit zeitlicher Limitierung und einem hohen Rabatt, erzeuge einen Kosumstress beim potenziellen Käufer, der schneller zu einem Kaufabschluss führe, so der Autor des Artikels. Und so kommt es zu einem “Impulskauf” statt eines “Strategischen Kaufs”. Weiterhin wichtig fand ich die Aussage, dass der Begriff “Nachhaltigkeit” im Zusammenhang mit solchen Rabattplattformen mit äußerster Vorsicht zu genießen ist, denn “Nachhaltigkeit, steht für Langlebigkeit, verantwortungsvolle ökologische, soziale Produktion, sie ist zukunftsgerichtet und beinhaltet eben auch einen ökonomischen Aspekt”. Sehr fraglich, ob Groupon, Biodeals und Co. diese Definition von Nachhaltigkeit mit ihrem Business unterstützen. Biodeals wirbt jedenfalls mit dem Claim “Nachhaltig online shoppen”.

Meine Kritik an solchen Plattformen ist zusammengefasst:

- Schnäppchenjagd widerspricht m.E. sowohl bewusstem Konsum als auch der Definition von Nachhaltigkeit
- Schnäppchenjäger bleiben Schnäppchenjäger – egal ob als Bio-Käufer oder konventioneller Käufer
- Schnäppchenjäger werden wohl eher selten zu Stammkunden
- Finanziell lohnt sich der Verkauf für die inserierenden Unternehmen zumindest kurzfristig aufgrund der geringen Marge nicht

Nun will ich natürlich auch fairerweise die möglichen positiven Wirkungen von Plattformen wie Biodeals nicht unterschlagen. Biodeals selber führt vor allem an, dass das Einstellen eines Angebotes für Unternehmen ein äußerst günstiges Marketinginstrument im Vergleich zu konventioneller Werbung bedeutet. Das ist sicherlich nachvollziehbar angesichts der hohen und steigenden Zugriffszahlen auf Biodeals.de. Weiterhin sind die Betreiber davon überzeugt, dass konventionelle Käufer stärker motiviert sind, einmal Bioprodukte auszuprobieren, wenn diese günstiger sind, sprich der vermeintlich hohe Preis für ein nachhaltiges Produkt nicht abschreckend wirkt durch die Rabattierung. Und natürlich besteht auch die Hoffnung, dass diese dann “dabei bleiben”, genauso wie Käufer eines Schnäppchens aufgrund ihrer Begeisterung für ein gekauftes Produkt dieses zukünftig auch zum regulären Preis “nachkaufen” werden. Die Biodeals-Betreiber wollen nach eigener Aussage durch ihr Angebot (niedrigschwellig) konventionelle Kunden locken, zukünftig verstärkt Bio-Produkte zu kaufen. Sie wollen gleichzeitig gerade kleinen Bio-Unternehmen über eine recht günstige Marketingmöglichkeit die Chance geben, bekannter zu werden, ihren Umsatz zu steigern und helfen, die Nachhaltigkeits-Szene  besser zu entwickeln.

Biodeals verhält sich auch offenbar deutlich fairer im Umgang mit den inserierenden Unternehmen als die Großen der Szene, in dem sie z.B. darauf verzichten, riesige Mengen an Gutscheinen herauszugeben, so dass nicht der Eindruck eines “Verramschens” entsteht. So können Unternehmen mit geringem Risiko einen Deal ausprobieren. Außerdem sei es möglich Produkte mit nur 30% Rabatt und über einen längeren Zeitraum anzubieten. Positiv für die Deal-Anbieter ist außerdem dass sie gegebenenfalls zu groß eingekaufte Stückzahlen oder Artikel, die zum regulären Preis nicht gut gelaufen sind (sprich hohe Lagerbestände) recht fix abverkaufen, und so einen kurzfristig einen hohen Umsatz generieren können. Meine Nachfragen bei einigen Unternehmen, die bei Biodeals.de inseriert hatten, ergaben einen zwiespältigen Eindruck: Einserseits waren sich alle einig, dass man tatsächlich recht kurzfristig relativ viele Artikel/Gutscheine abverkaufen könne und dass es durchaus einen Werbeeffekt im Sinne einer Bekanntheitsgradssteigerung zu verzeichnen gab. Andererseits war aber keiner davon überzeugt, dass aus den Schnäppchenjägern tatsächlich auch Stammkunden geworden seien. Und es wurde auch die Befürchtung angemeldet, dass beim Käufer durch die hohe Rabattierung der Eindruck entstehen könnte, die Produkte seien gar nicht so viel wert – im Gegenteil könne man ja beim nächsten mal vielleicht sogar mit dem Verkäufer handeln, da die Spanne doch so hoch ist.

Ich weiß nicht, wie das bei euch ist. Bei mir bleibt ein schaler Nachgeschmack. Und den verursachen mir keinesfalls die Betreiber von Biodeals.de an sich, sondern der für mich deutliche Widerspruch zwischen Schnäppchenjagd und nachhaltigem Konsum – egal wie grün die Schnäppchenjagd vermeintlich ist. Ich glaube tatsächlich, dass die Betreiber von Biodeals (auch) ehrenwerte Ziele verfolgen, fairer sind als andere, und einigen Unternehmen helfen, bekannter zu werden, ihren Umsatz kurzfristig zu steigern etc. Und natürlich ist eine solche Plattform für Bio-interessierte Käufer eine Gelegenheit, Produkte oder Unternehmen kennen zu lernen. Aber was ist der Preis dafür? Was bleibt am Ende tatsächlich positiv für die Bio-Szene hängen, wenn Käufer nicht zu Stammkäufern werden? Und wird nicht tatsächlich der Gedanke des nachhaltigen, bewussten Konsums so untergraben? Funktionieren hier nicht am Ende ganz simpel die gleichen Mechanismen wie im konventionellen Marketing, und bedient man sich nicht auch der gleichen Instrumente? Wer profitiert wirklich? Doch eher der “grüne Schnäppchenjäger” als die Bioszene, so mein Eindruck. Auf diese Fragen habe ich leider von den Biodeals-Betreibern keine für mich befriedigenden Antworten erhalten. Übrigens besteht seit kurzem auch eine Kooperation zwischen Biodeals und Utopia.de – das ganze nennt sich dann Utopiadeals. Utopia schreibt in seiner Selbstdarstellung: “Utopia will dazu beitragen, dass Millionen Menschen ihr Konsumverhalten und ihren Lebensstil nachhaltig  verändern. Dass sie bewusster entscheiden und mit jedem Kauf umweltfreundliche Produkte und faire Arbeitsbedingungen in aller Welt unterstützen”.

Natürlich sollen tolle nachhaltige Produkte keine Nischenprodukte bleiben müssen. Ich fänd es aber auch schade, wenn nachhaltige Produkte nicht aufgrund ihrer Wertigkeit, die sich eben auch im Preis ausdrücken MUSS, gekauft werden, sondern weil sie gerade mal um 80% reduziert sind. Und danach nie wieder. Wenn Menschen sich nicht etwas kaufen, weil sie es BRAUCHEN und aufgrund der besonders tollen Eigenschaften, sondern einzig alleine aufgrund des kurzfristig günstigen Preises. Dass die Bioszene sich verändert, ist klar, das hat man auch auf der BioFach deutlich sehen können. Die verstärkte Nutzung konventioneller Marketingtools ist da wohl nur ein logischer Schritt. Aber ist das begrüßenswert?

Wie findet ihr Online-Schnäppchen-Plattformen?



BIO ja oder nein – Unterschiede und Chancen im BIO-Catering der Eventbranche Interview mit Ulrike Harnisch, Geschäftsfüherin von Select Catering Berlin

30. Juni 2011

Lachs-Chilli-Mousse mit Fenchel-Salat? Ein Hauch Rosengelee über Mango mit gerösteten Kürbiskernen? Die neuen Fingerfood-Kreationen von Select Catering aus Berlin haben es in sich – geschmacklich und optisch sehr verlockend – haben sie zudem noch den Benefit der BIO-Qualität, denn rund 70% der Produkte kommen von ökologischen Lieferanten.

Der BIO-Trend ist jetzt also auch im Berliner Event Catering angekommen?

Ulrike Harnisch: Ja, ich freue mich, dass in Hinblick auf die Ernährung in den vergangenen Jahren ein Umdenken bei vielen Kunden eingesetzt hat. Die Qualität und Schmackhaftigkeit vieler ökologischer Produkte sprechen für sich. Die Bereitschaft den finanziellen Aufschlag der BIO-Produkte im Catering- und Eventbereich mitzutragen, wird aber von der Budgetpolitik vieler Unternehmen gebremst. Im Pitch für ein Messe Catering fällt die Entscheidung leider noch zu oft nach der Preisangabe weniger nach inhaltlicher Qualität. Das Ergebnis im Crew Catering sind dann wieder einmal pappige Luftbrötchen und Instant-Saucen zu Fleisch aus Massentierhaltung.

Aber wenn BIO-Catering die Alternative ist, warum sind bei Select Catering Berlin nur 70% der Produkte BIO?

Ulrike Harnisch: Auch beim Begriff BIO-Catering sollte der Kunde genauer hinsehen. BIO-Caterer darf sich nur nennen, wer 100% BIO anbietet -  etwa einer Kantinen-Versorgung für Schul- und Kita Mittagessen. Select Catering Berlin bietet ebenfalls BIO-Catering an, wenn der Kunde das wünscht und ein Budget für die 100% stellt, dies bedeutet in der Regel ein Aufpreis von ca. 25% zu herkömmlichen Catering. Im „normalen“ Tagesgeschäft machen wir daher Angebote mit BIO-Anteil, diese sind explizit ausgewiesen, viele Basics wie Brot, Säfte, Kaffee, Tee, Gewürze, Gemüse und Reis bieten jedoch bereits ausschließlich aus ökologischer Erzeugung an.

Und woraus bestehen dann die restlichen 30%?

Ulrike Harnisch: Wie wär`s mit Mineralwasser, wo bitte gibt es denn BIO-Wasser? Nein, im Ernst, hier achten wir schon auf Glasflaschen und eine gute Quelle… aber diese Prozentangabe hat mehrere Gründe. Die bereits benannte Budget-Politik, zudem gibt es in der gehobenen Gastronomie einfach hervorragende Manufaktur-Produkte, die auf ein Siegel schlicht verzichten, z.B. Lavendel-Nougat aus Boisson oder von Hand kandierte Blüten aus dem Blütengarten in der Uckermark. Wenn wir die Erzeuger und ihre Arbeitsweise persönlich kennen, steht der buchhalterische Aufwand einer Zerfizierung auch EU-Richtlinien auch einmal hinten an. Das sollte man von Fall zu Fall mit den Angeboten und der Leistungsfähigkeit des BIO-Marktes entscheiden. Die Angebote von ökologischen Erzeugern erweitern sich von Jahr zu Jahr und dies sollte man auch nutzen, im Weinsegment wird es wohl noch etliche Zeit dauern, bis der Mehrheit der Kunden von der Mehrzahl der BIO-Weine überzeugt werden kann.

Sind derart offene Worte nicht dem Image abträglich?

Ulrike Harnisch: Keineswegs. Die BIO-Branche setzt traditionell stark auf Selbstkontrolle und Reflektion. Zudem steht unser Firmenname für unsere Philosophie – wir von Select Catering wählen für unsere Kunden sorgfältig aus, suchen nach Produktneuheiten und verfeinern Geschmackskomponenten – das sind die Chancen BIO im Berliner Eventgeschäft richtig zu etablieren.



und noch ein Kochbuch auf das die Welt gewartet hat: ALICIA SILVERSTONE – “Meine Rezepte für eine bessere Welt”

18. Juni 2011
Genuss ohne Reue: natürlich , köstlich und gesund
Leichtigkeit, mehr Energie, strahlende Haut und eine schlanke Figur? Und wenn noch hinzukommt, dass man dadurch einen wesentlichen Beitrag dazu leistet, den Klimawandel zu stoppen – wer kann da widerstehen? Alicia Silverstone, prominente US-Schauspielerin und Vorkämpferin zur Rettung unseres Planeten, zeigt, wie wir dies mit ein und demselben Mittel erreichen können: mit einer abwechslungsreichen, veganen Ernährung. Mit viel frischem Bio Obst und Gemüse, hochwertigem Getreide, Bohnen und Tofu. Die von ihr vorgestellten Gerichte, viele auch gut fürs Berlin Catering geeignet, eröffnen ganz neue Geschmacks- und Genußwelten, in denen man sich rundum wohlfühlen kann, weil es hinterher nichts zu bereuen gibt – frisch und charmant präsentiert, mit Hintergrundinformationen und zahlreichen Rezepten, die Lust machen auf eine gesunde und nachhaltige Ernährung.



Von uns quergelesenes Buch, Einschätzung: Positiv

01. April 2011

Bio Caterer Select Catering Berlin empfiehlt “Das Gute Essen”

Das kürzlich erschienene Buch „Das Gute Essen“ von Metro Group und Tre Torri Verlag ist mehr als ein typisches Kochbuch: Denn jedes gekaufte Buch ist eine Spende. Pro verkauftem Buch geht 1 Euro an den Bundesverband Deutsche Tafel. Es ist in Zusammenarbeit mit Spitzenköchen wie Alfred Biolek, Johann Lafer und Hans Stefan Steinheuer entstanden und steht für Genuss, Nachhaltigkeit und richtig gutes Essen. 500 Rezepte auf 320 Seiten für jeden Tag. Das Besondere dabei: die Rezepte sind in drei Schwierigkeitsstufen unterteilt und im umfangreichen Weinbeileger findet sich zu jedem Gericht eine passende Weinempfehlung. Neben pfiffigen Küchentipps zeigt dieses Buch, wie einfach man bereits beim Einkauf auf Tier- und Naturschutz achten und natürliche Ressourcen schützen kann…

Tags: Berlin, BIO, Catering, Essen, Gutes



Berliner Events klimaneutral organisieren

30. März 2011

Bio Caterer Select Catering Berlin engagiert sich für nachhaltiges Wirtschaften

Wer sich über den mangelnden Einsatz von Unternehmen und Politikern beim Klimaschutz beklagt – und nichts passiert – bekommt  mit dem neuen Klimaspiel “CEO2″ die Chance selbst in die Rolle eines Firmenvorstandes zu schlüpfen. Das von der Allianz und WWF entwickelte Onlinespiel ermuntert die Spieler als CEO in den Branchen Chemie, Automobilbau, Finanzwirtschaft und Energieversorgung nachhaltige Unternehmensstrategien zu entwickeln, die nicht nur die Profitabilität steigern, sondern auch die CO2-Emissionen senken.

Der Spieler entscheidet, wie die nächsten 20 Jahre seines Industriezweigs verlaufen. Lassen Sie sich von Experten zum Umweltschutz, Finanzen und Kundenverhalten beraten und entwickeln Sie Ihren Klima-Geschäftsplan. Denn für jede getroffene Entscheidung zeigt CEO2 unter Bezug auf eventuelle zukünftige Ereignisse die möglichen Auswirkungen des Klimawandels – bahnbrechende Erfindungen im Bereich der Batterietechnologie oder aber ein weiterer Ölpreisschock. Wichtig ist zu erkennen, welche Investitionen zu welchem Zeitpunkt Profite schlagen und gleichzeitig Kohlenstoffdioxid reduzieren. Der Erfolg des Spielers bemisst sich nämlich sowohl nach dem Aktienkurs als auch nach den Treibhausgas-Emissionen der Firma. Insgesamt soll das Spiel den Nutzern ein Einblick in nachhaltiges wirtschaftliches Handeln vermitteln.

Mit dem kostenlosen Online-Klimaspiel, das von der Berliner LGM Interactive entwickelt wurde, möchten der Finanzdienstleiter Allianz SE und die Umweltstiftung WWF einen Beitrag zur gemeinsamen Klimaarbeit leisten. Nach einer Studie des Potsdam Institut für Klimaforschung wird es unmöglich sein die Treibhausgas-Emissionen ausreichend zu senken, wenn nicht vor 2020 aktiv gehandelt wird.

Ganz aktiv und real hat Select Catering Berlin als kleines mittelständisches Unternehmen die Entscheidung getroffen, selbst aktiv gegen die obale Erwärmung vorzugehen. „Zur Zeit führen wir Gespräche mit der Firma Ecogood GmbH“, erläutert Ulrike Harnisch, Geschäftsführerin von www. select-catering.de, „als Berliner Caterer fühlen wir uns für den enormen Energieaufwand in Küchen und auf Bühnen sowie die Müllsituationen auf Messen verantwortlich, deshalb legen wir Wert auf nachhaltiges Wirtschaften und ökologische Verträglichkeit unserer Arbeitsprozesse“.

In Zusammenarbeit ecogood.de haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, für Verbände, Firmen und Unternehmen CO2-Reduktionspläne zu erstellen, die nicht nur helfen den eigenen Klima-Abdruck zu reduzieren, sondern auch in vielen Unternehmensbereichen unserer Kunden Geldersparnisse garantieren.

BIO Catering mit klimaneutralen Veranstaltungen – das ist ein Statemaent nach heutigem Umweltbewußtsein und ein eindeutiger Imagevorteil für alle Berliner Eventpartner.